Übersicht über die
Unterrichtseinheiten
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Mit zunächst sehr sportlich wirkenden Übungen und Spielen werden die Schüler an die für sie noch fremde Bewegungsweise des Kreativen Tanzes herangeführt. Sie lernen verschiedene Formen des Laufens, die Grundformen der tänzerischen Gymnastik und Bodenarbeit, einen wichtigen Aspekt des Tanzens, kennen, wobei kreative Spielformen und buntes Licht schon diese erste Einheit für die Schüler zu einer eindrücklichen Erfahrung machen. Zeichnungen von verschiedenen Positionen und Bewegungsideen der Schüler halten die ersten Eindrücke fest und sind Zeugnis erster künstlerischer Versuche, Kreativen Tanz und Bildende Kunst erfolgreich mit einander zu verbinden.
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Unterschiedliche Materialien und motivierende Übungsformen führen die Schüler, behutsam in Richtung ‚Kreativer Tanz’. Dabei geht es in erster Linie darum, Berührungsängste abzubauen und Ideen zu geben, wie man mit unterschiedlichen (Alltags-)Gegenständen experimentieren kann. Mit selbstgebauten ‚Pappkameraden’ wird Bewegungstheater gespielt, das nach und nach zu freierer Bewegung führt.
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Bevor die Stunde zur Seifenoper wird, lernen die Schüler beim Blindenführen auf den Partner zu vertrauen, Verantwortung zu übernehmen und sich durch nonverbale Zeichen wie Tippen, Klatschen und Klopfen zu verständigen oder genaue Bewegungsanweisungen zu formulieren. Seifenblasen werden pantomimisch hin- und hergeblasen, der Partner wird zur Seifenblase und vorsichtig durch den Raum bugsiert, die Schüler steigen in eine riesige Kapsel, die sie nach und nach zum Würfel formen. Beim Seifenschnitzen setzen die Schüler die gemachten Bewegungserfahrungen ‚rund und eckig’ in eine dreiteilige Plastik um.
Motiviert durch eine spannende Erzählung der Lehrer versetzen sich die Schüler in die ‚verbotene’ Rolle eines Meisterdiebes und erlernen, verbessern, perfektionieren ihre katzenähnliche Schleich- und Klettertechnik durch sichtbare und unsichtbare Lichtschranken. ‚Originalbilder’ werden in einer Art ‚Stille Post-Staffel mit Bewegung’ möglichst originalgetreu gefälscht und Selbstporträts als ‚Fahndungsfotos’ der Meisterdiebe angefertigt.
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Luftballons, die aufgeblasen als Spielobjekt genutzt werden, aber auch gasgefüllt als Phantasieobjekte dienen, entwickeln die Bewegungsphantasie und das Körpergefühl der Schüler beim Lustwandeln durch einen ‚luftigen Wald’ und bauen Berührungsängste ab. Am Ende der Unterrichtseinheit werden die Ballone zu Figuren umfunktioniert und erneut in Bewegung gesetzt.
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Manipulierte Bildvorlagen verschiedener Sportarten, durch ein Stroboskop sichtbar gemachte Bewegungsphasen sowie Übungen zu Haltungen, Übergängen, Dominoeffekte, Bewegungsstopps und Bewegungsfluss tragen zur kognitiven und motorischen Entwicklung der Schüler und ihrem Bewegungsverständnis bei. Sie dienen als Vorlage für die künstlerische Umsetzung von Einzelbewegungen zu einem Daumenkino.
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In dieser Stunde lernen die Schüler anhand einiger Isolationsübungen Körperteile gezielt und szenisch wirksam einzusetzen. So werden Füße, Hände und Köpfe im Schwarzlicht oder durch eine Lochwand gestreckt isoliert gezeigt und dabei bis ins Detail herangezoomt. Fluoreszierende Farbe und weiße Feinstrumpfhosen sorgen im Schwarzlicht mit entsprechenden Aufgaben für aufregende Bewegungserlebnisse.
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Anfangs ‚springen’ die Schüler ‚über ihren Schatten’, toben sich beim Schattenboxen aus und experimentieren beim Tanzen vor einer Schattenwand mit Bewegung und Stillstand. Dabei versuchen ihre jeweiligen Partner sie mit Pinsel oder Mallappen als Silhouetten festzuhalten. Danach schlüpfen sie
-eingeteilt in Kleingruppen- in selbstgemalte Körperhüllen und in die Rolle Tanzender aus der Kunst. Die Unterrichtseinheit bietet den Schülern spannende Begegnungen mit ihrem eigenen Schattenbild, fordert ihnen hohe Konzentrations- und Beobachtungsfähigkeit ab und führt sie an erste Erfahrungen mit dem Schattentheater.
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Ornamente, Muster, Mäander und mehr oder weniger schnörkelige Buchstaben bringen die Schüler in dieser Unterrichtseinheit ein Stückchen weiter auf ihrem Weg zum Kreativen Tanz. Doch müssen sie zunächst auf schmalen Seilgraten Formen abwandern und schwierige Kreuzworträtsel mit flatternden Bändern lösen, um dann Wörter mit dem Körper in den Raum zu tragen und selbst einmal ein Buchstabe zu sein. Plötzlich finden sich die Schüler in einem Irrgarten wieder, den sie selbst unbemerkt beim Tanzen geschaffen haben und der ihnen nun zum fast unüberwindbaren Hindernis wird, bevor sie durch ihr eigenes Körperlabyrinth zur Entspannung einen knallroten Ariadnefaden ziehen.
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In dieser Unterrichtseinheit werden den Schülern weitere Aspekte kreativer Bewegung vermittelt, die neben anderen, bereits erworbenen, die Basis für freien und ausdrucksstarken Tanz bilden können. So lernen die Schüler zunächst, Springen und Fallen gezielt einzusetzen, indem sie verschiedene kreative Möglichkeiten suchen, auf eine Weichbodenmatte zu gelangen, und perfektionieren danach beim ‚Inselhopping’ Fallen und Sinken auf verschieden weiche Untergründe, um später gekonnt und wirkungsvoll, wie ein Stuntman oder Tänzer zum Boden zu gelangen. Es folgt die Einstimmung auf den zweiten großen Teil der Unterrichtseinheit, das Abtauchen und Sinken. Die Schüler tauchen unter großen Malerfolien ab, spielen zu mehreren mit knisternden Wellen und verwandeln diese mithilfe von Schirmen zu wabernden Quallen, die dann im Schwimmbad zu schwappenden Wellen mutieren. Die Schüler versuchen sich in verschiedenen Wellengängen und erfreuen Poseidon mit kleinen ‚Schwimmhilfen-Improvisatione’ und Fisches Nachtgesang.
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Nach kurzem Marionettenspiel und einer Einführung, welche Bewegungen für Marionetten typisch sind, werden die Schüler an gedachten und improvisierten Fadenkreuzen durch die Halle geführt und erleben Fadenspiele der anderen Art. Dabei lernen sie in besonderem Maße zu führen und geführt zu werden sowie sensibel auf Bewegungen zu reagieren. Nach dem Bau eigener Marionetten aus Stoffresten, Schaumstoff und Draht folgt ein Pas de deux zwischen Marionette und Mensch.
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Die Schüler polstern in dieser Unterrichtseinheit rohe Eier so, dass sie einen Sturz aus vier Metern Höhe heil überstehen, werden danach selbst wie rohe Eier verpackt und ‚häuten’ sich tanzend. ‚Eingesteifte’ Gelenke bringen neue Bewegungsideen und –muster, Decken und Partner werden zu neuen Häuten, die über- aber auch abgestreift oder durch Bewegung verwandelt werden. Nach und nach werden die Schüler behutsam an Übungen aus dem Bereich der Kontaktimprovisation herangeführt und lernen dabei Gewicht abzugeben und anzunehmen sowie aus Bewegungsimpulsen Tanz mit einem Partner zu entwickeln.
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Die Schüler durchlaufen in dieser Unterrichtseinheit die Rolle eines Zeitungsboten und die eines Marktschreiers, sie ‚packen ihre Koffer’ mit Rhythmen vor einer Geräuschkulisse, die sie mit Klatschen und verschiedenen geräuschvoll bewegten Gegenständen selbst herstellen und erfahren dabei spielerisch eine kleine rhythmische Schulung. Sie erfinden auf dem Papier klappbare Ungeheuer und Fabelwesen, die sie tanzend zum Leben erwecken, und werden zu schließlich zu Montagsmalern und –tänzern.
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Motiviert durch Koordinations-, Gleichgewichts- und Geschicklichkeitsübungen, die sie gleich zu Beginn in Form eines Balanciergartens erwarten, lassen sich die Schüler auf das spannende Abenteuer von Balance und Off-Balance ein, machen gemeinschaftlich Erfahrungen im psychomotorischen Bereich, spielen Mobile, um im Anschluss selbst Mobiles herzustellen und zu symmetrischen und asymmetrischen Klecksbildern zu werden. Als Grundlage für die Umsetzung dienen Motivkarten mit Skulpturabbildungen, nachdem die Schüler die ‚Shapes’= Körperformen von Barbara Haselbach kennengelernt haben.
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Wettrennen in slow-motion, Duelle mit Ketchupflaschen, Zahnstochern, Schneebällen..., unerbittliche Showkämpfe ohne Körperkontakt, sportliche Turniere sowie fiktives Tauziehen in der Gruppe und ein Lehrer als Sportkommentator bereiten die acht elementaren Antriebsaktionen Labans (s. Theorieteil) und damit den Weg zum Erzieherischen Ausdruckstanz vor. Die Schüler lernen beim „Drücken, Stoßen, Wringen, Peitschen, Gleiten, Tupfen, Schweben und Flattern“ die Arten des Bewegungsflusses: den freien und den gebundenen Bewegungsfluss und die sechs Antriebsqualitäten (zart, hart, plötzlich, allmählich, direkt und indirekt) kennen und übertragen das Gelernte auf Papier und Ton.
Aus starrem langweiligen Sitzen auf Stühlen wird in dieser Unterrichtseinheit ein lebendiges Spielen auf, um und unter Stühlen. Normale ‚öde’ Schulstühle werden zu ‚Liege- und Drehstühlen’, die bewegt oder völlig umfunktioniert werden. Die Schüler besetzen die Stühle zu mehreren, bauen Stuhlskulpturen und werden schließlich selbst zum Sitzmöbel und zum Stillleben, wobei sie genaues Beobachten und Vorformen der Kunstbetrachtung lernen, die sie im zweiten Teil der Unterrichtseinheit beim Formenertasten, beim Skizzieren und Modellieren „figürlicher Stillleben“ verbessern und bei anschließender Umsetzung in fließende Formen unter Beweis stellen.
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Eine Expedition ins Tierreich in Form eines Bilderrätsels stimmt die Schüler auf die folgenden Unterrichtsinhalte ein. Dabei geht es darum, sich möglichst gut in Tiere hineinzuversetzen, sie zu imitieren und recht ‚animalisch’ die Grenzen zwischen den Tierarten zu verwischen. Körper verzahnen sich und verbinden sich zur Textvorlage von Eugen Gomringer in umschlingenden oder umarmenden Bewegungen zu einem Körperknäuel, das mit Zeichnungen von Henry Moore in Beziehung gesetzt und weiterentwickelt wird, bis massive Innen- und Außengebilde entstehen, die tanzend ihre Rollen tauschen und schließlich filigran mit Öl- oder Pastellkreide und lufthärtender Modelliermasse umgesetzt werden.
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Diese Unterrichtseinheit baut auf den Grundgedanken der gesamten vorliegenden Arbeit auf: die Schüler schlüpfen in die Rolle Galateas bei Ovids Pygmalion und vollziehen, mithilfe der Metamorphose III von M.C. Escher, eine wundersame Wandlung von der sich am Boden windenden imitierten Raupe bis hin zum verletzlich wirkenden, in aller Farbenpracht schillernden Schmetterling, dem sie in der zweiten Hälfte der Unterrichtseinheit mit dünnem Draht, Butterbrotpapier und viel bunter Farbe das Leben schenken. Er wird ab jetzt an wie ein ‚Sinnbild des Schönen und des Ästhetischen’ an einem seidenen Faden über dem Projekt flattern.
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Indem sie ihren Körper vielseitig verstecken, entwickeln die Schüler in dieser Unterrichtseinheit ein anderes Körperbewusstsein und kommen zu neuen freieren Bewegungen und auf Ideen, die sie ohne Masken wahrscheinlich nicht umsetzen würden. Masken wirken auf den Träger beruhigend, er fühlt sich geborgen und unbeobachtet, da er sich unkenntlich gemacht glaubt. Die Schüler werden schrittweise an den Umgang mit Masken gewöhnt. Zunächst spielerisch mit selbstgebastelten Tennisballmasken, die nur ein winziges Gesichtsfeld gewähren, und später durch den ‚Bau’ einfacher eigener Masken. Dabei ermöglicht die Maskenherstellung neue ungewohnte Erfahrungen im Wahrnehmungsbereich: Gesichtskonturen werden nur durch Ertasten mit Tentakel-Kreide-Fingern erspürt, Tütenmasken bündeln den Schall und tragen Raumgeräusche fremd an den Maskenträger heran. Masken begegnen sich still und im Tanz. Anschließend verschwinden die Körper völlig. Tanzsäcke oder Frotteespannlaken ermöglichen ein völliges Abtauchen in eine andere Erfahrungswelt: eine Welt der sich wandelnden Formen und des ständigen Gestaltwechsels.
Angeregt von großen einfarbigen Farbflächen, deren Wirkung auf Stimmung und Befinden besprochen wird, versuchen die Schüler ihre Eindrücke und ihre mit einzelnen Farben verbundenen Empfindungen in Tanz umzusetzen, wobei der Raum mit einer Lichtorgel o.ä. in entsprechendes Licht getaucht wird, das durch seine Farbwirkung das limbische System beeinflusst und damit zusätzlich für emotionales und freies Umsetzen der Farbe in Tanz sorgt.
‚Stillose’ Spülbürsten, die mit Schnüren an einzelnen Körperteilen dreier Schüler befestigt werden, vermitteln erste Erfahrungen mit Mischtechniken. Die größte Schwierigkeit besteht darin, sich hier mit den beiden Partnern so abzustimmen, dass ein Kandinsky-Bild möglichst gut ‚gefälscht’ wird. Pralle mit Acrylfarben gefüllte Wasserbomben sorgen auf dem Schulhof für eine bunte Abwechslung in Form eines Actionpaintings, das die Schüler nicht so schnell vergessen werden und als Grundlage für eine prächtige Unterwasserlandschaft nutzen.
Inspiriert durch Videobeispiele der Arbeiten Jean Tinguelys und einer Videoinstallation von Doug Aitken, in der er maschinelle Geräusche in Bewegung umsetzt (Mediathek z.B. ZKM), experimentieren die Schüler mit mechanischen Bewegungen, ungewöhnlichen Geräuschen und ihrer Stimme. Mal stellen sie zu zweit ganzkörperlich Toaster oder Waschmaschinen dar, mal ‚fahren’ sie allein zum Entspannen durch eine Autowaschanlage, deren Programm die Gruppe bestimmt. Nach einer kurzen Phase, in der alles erlaubt ist, solange es von Bewegung und parallelem Geräusch oder stimmlicher Begleitung möglichst kreativ ist, entwickeln die Schüler eine völlig freie Gruppengestaltung, für deren musikalische Untermalung sie selbst zuständig sind. Mit selbstgebastelten überdimensionalen Maschinenteilen aus Pappe, die sie mit Hilfe von Achsen (Gymnastikstäbe), Antriebsriemen (Seile) und Kurbelwellen (Körperteile) in Betrieb setzen, vervollkommnen sie ihre Fähigkeiten im Bereich des Bewegungstheaters.
Nach ganzkörperlichem Kaugummikauen zur Einstimmung auf Bewegungstheater und szenisches Spiel sowie der Herstellung von Knetmännchen, gelangen die Schüler zu einem tänzerisch-künstlerischen Schaffensprozess, in dem sie einen riesigen fiktiven Knetklumpen zunächst grob figürlich behauen und ihn dann fein ausmodellieren. Nach einem Tanz mit dem Koloss, werden die Schüler selbst zu wachsweicher Knetmasse, die von großen warmen Händen, die von oben kommen, geschickt in Form gedrückt und gezogen wird. Auch in den nachfolgenden Übungen müssen sich die Schüler in fremde Hände und damit ihr Schicksal begeben. Der eine Partner hat die Möglichkeit die Pfeifenputzer-Puppe, und damit den anderen Partner, nach seiner Pfeife tanzen zu lassen...
Bei einer abenteuerlichen Höhlentour entwickeln die Schüler neue Bewegungsmuster und –phantasien für das Bewegungstheater. Sie lassen Pappkartons zu menschlichen Wesen werden, die husten, hicksen und sich davonschleichen, entsteigen den Kartons wie aus einer Überraschungstorte und entlocken ihnen Geheimnisse über Funktion und Inhalt, über die man nur staunen kann. Mit riesigen Mengen Makulaturpapier werden Höhlen „in den Stein gehauen“, in/mit denen Szenen gespielt oder sogar getanzt werden, bevor sie mit Höhlenmalereien versehen zu Grotten der Entspannung werden.
Nach rauschenden Telefonaten und der Suche nach der richtigen Verbindung zum gewünschten Teilnehmer telefonieren die Schüler mit Klangschläuchen, die zuvor als Endlosmurmelbahn gebraucht wurden, bis die Gespräche zur Kommunikation der besonderen Art werden. Plötzlich entwickelt sich in einer Gruppenimprovisation, angeregt durch eine Geschichte von Heissenbüttel, aus dem Telefonnetzwerk eine völlig andere ‚Verbindung’ zwischend den Einzelnen.
Im zweiten Teil der Unterrichtseinheit werden die biegsamen Schläuche gegen Gymnastikstäbe eingetauscht, die konträre Bewegungsideen bei den Schülern hervorrufen und mit einem ‚Stabtanz’ in die Zeit des frühen Mittelalters führen.
In dieser Unterrichtseinheit werden Farben, Töne und Symbole mit den Körpern in Beziehung gesetzt. Unterschiedlich miteinander verknüpft entwickelt sich in der künstlerischen Umsetzung aus farbigen Zeichen und Koordinationsspielen eine Formensprache wie die Kandinskys, Klees oder Miros. Die Schüler erreichen dabei ein Verständnis für Anordnung im Raum, indem sie versuchen, die entwickelten bunten Symbole sinntragend in die Dreidimensionalität zu übertragen und ihnen tanzend Komposition und Symbolgehalt zu verleihen.
Basierend auf den vorangegangenen 25 Unterrichtseinheiten, bildet das „Abschlussfeuerwerk“ den Höhepunkt des entworfenen Modellprojekts: die Planung einer Vorführung für Eltern, Lehrer und andere Schüler in Form eines bunten Potpourris mit einer Auswahl der beliebtesten Materialien. Die Grundlagen sind geschaffen, die Schüler haben gelernt mit Körper, Raum, Zeit, Form und Dynamik umzugehen und haben in dieser Unterrichtseinheit die Gelegenheit die gefundene Freude am Tanz und ihre Bewegungsideen in einen gemeinsam gestalteten Abend einzubringen, bei dem sie Einladungen, Kostüme und Bühnenbilder frei selbst gestalten.
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